Im tiefsten Innern möchte ich die Wahrheit erkennen und die Wahrheit leben. Das will ich. Weil ich (aktuell) Krishna als die Wahrheit erkenne, will ich mit Krishna leben. Ich möchte zu Krishna. Ich möchte nach Hause. Das will ich.
Ich war gestern in einem verkürzten Schweige-Retreat. In einem Buch habe ich gelesen, dass es Menschen gibt, die lieber weniger Trubel um sich haben möchten. Wenn der Sommer mit Sonnenschein und warmem Wetter eingeläutet wird, spielt sich das Leben vieler Menschen ausserhalb der eigenen vier Wände ab. Für jene, die eher zurückgezogen leben möchten, kann der vermeintliche Druck, ums Verrecken Spass haben zu müssen, schwer wiegen.
Deshalb bin ich als Journalist der Solothurner Zeitung auf die Idee gekommen, Ideen zu sammeln, wie diese Menschen bei sich bleiben können. Deshalb der Schweige-Retreat als Selbstversuch.
Zu Beginn gab es eine geführte Meditation. Anschliessend liefen wir in den Wald, um bewusst den Atem zu beobachten und langsame Schritte zu gehen. Nach diesem Naturerlebnis ging es in die laute Stadt, in einen Park. Das Wetter war schön. Kinder spielten, Menschen lasen Zeitungen oder tippten auf ihren Handys herum, andere sonnten sich, wieder andere führten Gespräche. Ich schwieg.
Einen Tag später habe ich folgende Erkenntnis gewonnen: Ich möchte die Wahrheit erkennen und die Wahrheit leben. Und meine Wahrheit ist Krishna.
Und wie kann ich Krishna erreichen?
In diesem Zeitalter ist das wichtigste Werkzeug das Singen von Gottes Namen. Alleine oder gemeinsam.
O Eroberer von Reichtum, es gibt keine Wahrheit über Mir. Alles ruht auf Mir wie Perlen auf einer Schnur. (Bhagavad Gita 7.7)
Ich nehme also meinen Beutel mit der Gebetskette (Mala) und rezitiere das Hare-Krishna-Mahamantra.
S. D. G.