Guru. «Kannst du mich in eine Katze verwandeln?» «Ich werde immer wieder von der Nachbarskatze gejagt. Ich möchte nicht gefressen werden.» Der Guru erfüllte der Maus den Wunsch.
Einen Monat später erschien die Katze – vormals Maus – erneut beim Guru. «Ich möchte ein Hund sein. Der Nachbarshund verscheucht mich immer wieder aus meinem Revier.» Der Guru erfüllte auch diesen Wunsch.
Ein weiterer Monat verging, und der Hund – vormals Katze und Maus – kam wieder zum Guru. «Auch als Hund lässt es sich nicht leicht leben. Tiger haben es auf mich abgesehen. Ich möchte ein Tiger sein.» Der Guru erfüllte ihm auch diesen Wunsch. Und bereute es.
Denn der Tiger schaute gierig auf den Guru. Er war drauf und dran, ihn zu verspeisen. Im allerletzten Augenblick konnte der Guru ihn zurückverwandeln – in eine Maus.
Yoni-Tiere bei der Partneranalyse
In der Tierwelt gibt es natürliche Rivalitäten: Maus und Katze, Katze und Hund, Hund und Tiger. Sie können nicht miteinander – in den allermeisten Fällen.
Nach der vedischen Astrologie lassen sich Menschen in Tier-Kategorien einteilen. Da ist jemand ein Hund – weiblich oder männlich –, ein Büffel, ein Pferd, ein Affe, ein Tiger und viele mehr. Es gibt 27 Nakshatras, lunare Sternbilder, und ebenso viele Möglichkeiten, einen Menschen astrologisch zu typisieren.
Du bist ein Hund. Klingt wie eine Beleidigung – ist aber keine. Sondern eine Beschreibung nach vedischer Astrologie.
Wenn man nun eine Partneranalyse macht, schaut man sich die Kompatibilität der Nakshatras an. In der vedischen Astrologie – insbesondere im Kontext der Nakshatras – werden jedem Sternbild symbolische Tiere, sogenannte Yoni-Tiere, zugeordnet. Diese Tiere stehen für bestimmte sexuelle, psychologische und instinktive Eigenschaften. Und ihre Beziehung zueinander verrät etwas über die Harmonie oder Disharmonie zweier Menschen – etwa in der Partnerschaft.
Deshalb ist es nicht ganz unklug, vor einer arrangierten Hochzeit in die Sterne zu schauen – um eine klassische Hund-Katze-Ehe zu vermeiden.
S. D. G.