Soli Deo Gloria – Gott Allein die Ehre

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Ein gesunder Körper, ein klarer Geist – im Dienst für Krishna 

Die Krankenkassenprämien steigen im Jahr 2026 im Mittel um 4,4 Prozent. Das hat letzte Woche die Schweizer Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider verkündet. Die Ursache für die Erhöhung liegt in den steigenden Gesundheitskosten. 

In vielen meiner Beiträge habe ich beschrieben, dass wir die Seele sind und einen Körper haben.  

Dem materiellen Körper des unzerstörbaren, unmessbaren und ewigen Lebewesens ist es mit Sicherheit bestimmt zu sterben. (Bhagavad-gītā 2.13) 

Dieser Vers könnte missinterpretiert werden, wenn wir beginnen, den Körper geringzuschätzen oder abzustossen. Das ist nicht die Intention. Der Körper und auch der Geist brauchen Aufmerksamkeit und Pflege. Der Geist hat das Potenzial uns in grosse Schwierigkeiten zu bringen. 

Wie Krishna sagt: 

Für jemanden, der den Geist bezwungen hat, ist er der beste Freund. Doch für den, der dies nicht getan hat, wird derselbe Geist der grösste Feind. (Bhagavad-gītā 6.6) 

Ein kranker Körper wiederum könnte uns Schmerzen bereiten und ein Hindernis darstellen auf dem Weg zu unserem spirituellen Ziel. 

Ich bin ein typischer Büromensch. Stuhl, Tisch und Laptop gehören zu meinen ständigen Begleitern. Ich sitze, also bin ich, könnte mein Motto heissen. 

 
In den letzten Monaten sind die Wehwehchen im Rücken und in den Beinen rapide gestiegen. Das ist das Alter, sage ich mir. Früher hätte ich im Kino einen «Fluch der Karibik»-1-bis-3-Marathon besuchen können, ohne zwischendurch aufzustehen. Jetzt bin ich froh, wenn ich zwischendurch nicht auf die Toilette muss. 

Schlimm ist es morgens nach dem Aufstehen, wenn ich mit einigen Knacksen meinen Körper bewegungstüchtig mache. Besonders schlimm sind die Schmerzen, wenn ich meine täglichen Runden auf der Gebetskette im Schneidersitz bete – und dann versuche, in die aufrechte Position zu kommen. 

Meine schlechte körperliche Konstitution macht es mir schwer, mich auf meine Gebete zu konzentrieren. Denn es zwickt immer wieder im Fussgelenk oder in der Leiste. 

Ein eindrückliches Beispiel stellt mein Besuch in einem muslimischen Verein dar. Einige Männer und auch Frauen sassen in einer Reihe auf den Knien und beteten. Ich kniete mich hin, hörte zu und beobachtete. Nicht für sehr lange. 

Nach ein paar Minuten rutschte ich ungeduldig auf meinen Knien herum. Ich kam ins Schwitzen. Die Schmerzen nahmen jede Minute zu. Zuletzt biss ich die Zähne zusammen, weil ich das Gebet nicht stören wollte. Schliesslich wurde ich von meinem körperlichen Leid erlöst. Die Crux an der Sache: Von der Kontemplation bekam ich wenig bis gar nichts mit. 

Es gibt ein Sprichwort: Ein gesunder Mensch hat 1000 Wünsche, ein kranker Mensch hat nur einen: wieder gesund zu werden 

Je gesünder, desto schwerer der Geldbeutel 

Der Begriff Hatha Yoga ist vielen ein Begriff. Im Westen wird diese Yoga-Richtung leider mit «Turnübungen» gleichgesetzt. Doch im Hatha Yoga geht es darum, unseren Körper instand zu halten. Denn in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Nicht nur.  

Krishna sagt: Ich weile im Herzen eines jeden. Der Körper ist also auch ein Tempel, ein Tempel für Krishna. Und ein Tempel dient dem Dienst für Krishna. 

Trainiert euren Körper (und euren Geist) und dient Krishna. Dient auch euch und eurer Gesundheit. Euer Geldbeutel dankt euch.  

Zum Beispiel, wenn ihr euch bei einem Fitnesscenter anmeldet. Ich profitiere von finanziellen Vorteilen. Einerseits zahlt mein Arbeitgeber einen kleinen Teil des Fitness-Abos. Andererseits gibt es Rabatt von meiner Krankenkasse. Eine Investition in den Körper hilft schlussendlich, die Gesundheitskosten zu senken. 

S. D. G.