Soli Deo Gloria – Gott Allein die Ehre

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Bist du übergewichtig? So kann Prasadam dich verändern 

er wieder lerne ich tamilische Landsmänner und -frauen in der Schweiz kennen. Was auffällt: Die erste Generation der tamilischen Migranten hat häufig gesundheitliche Probleme. Gefühlt jedes Gespräch dreht sich um das Thema Diabetes, Herzinfarkt und Krankenkassenprämienverbilligungen. 

Grundsätzlich kann man feststellen: Die Schweizer und Schweizerinnen werden immer dicker. Etwa jeder dritte Erwachsene in der Schweiz ist heute übergewichtig, und rund jeder achte ist fettleibig. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das Bundesamt für Statistik hat diese und andere Erkenntnisse in ihrem Swiss Health Survey 2022 festgehalten. 

Persönlich habe ich seit meiner Geburt mit Gewichtsproblemen zu kämpfen. Ich war ein schweres Baby. Mit fünf Jahren begann ich Fussball zu spielen. Die Kilos purzelten. In der Körpermitte aber blieb das Restfett, was auch von Trainern moniert wurde. Ein einschneidender Moment war die Nichtnominierung ins U-15-Kader, da ich – O-Ton – «zu stark» war. Übersetzt: zu fett für den professionellen Sport. 

Die vielen (negativen) Erfahrungen haben mich körperbewusster gemacht. Ich interessiere mich sehr für gesunde, ausgewogene Ernährung und betreibe weiterhin (leider zu unregelmässig) Sport. Durch kleine Eingriffe in meine Ernährungsgewohnheiten fühle ich mich körperlich – und spannend! – auch geistig fitter. 

Seit einem Jahr zum Beispiel verzichte ich auf glutenhaltige Esswaren. Empfehlenswert. Was ich sonst noch empfehlen würde? Prasadam zu essen. 

Ich hatte eine Eingebung. Alle denken, dass zu einem gesunden Lebensstil und Körpergefühl Diäten und Cardio-Training beitragen. Möglich. Aber was ist mit spiritueller Ernährung? 

Was ich meine: Prasadam (Barmherzigkeit Gottes) sind Speisen, die Gott geweiht wurden. Wir kochen vegetarisch, bringen das Essen auf den Altar, singen Mantren und sprechen ein Tischgebet. Und essen dann die Reste. 

Vater segne diese Speise uns zur Kraft und dir zu Preise – Amen! 

Krishna sagt in der Bhagavad Gita: 

Die Geweihten des Herrn werden von allen Arten von Sünden befreit, da sie Nahrung essen, die zuerst als Opfer dargebracht wurde. Andere, die Nahrung für ihren eigenen Sinnengenuss zubereiten, essen wahrlich nur Sünde (3.13). 

Vielleicht ist das der Schlüssel: Nicht was wir essen, sondern wie wir essen. Mit Hingabe. Mit Dankbarkeit. Mit Bewusstsein. 

Essen ist Medizin 

Wir brauchen keine neue Diät, sondern eine neue Haltung zum Essen. Nicht mehr: «Wie viel Kalorien hat das?» Sondern: «Wie viel Dankbarkeit steckt darin?» 

Wenn wir essen, was zuerst Gott gehört, verwandelt sich jede Mahlzeit in Medizin – für Körper und Seele. So beginnt Heilung nicht in der Apotheke, sondern in der Küche. Nicht auf dem Laufband, sondern im Herzen. 

S. D. G.