Soli Deo Gloria – Gott Allein die Ehre

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Warum ich in den Tempel gehe

Gott ist uns so nah. «Ich weile im Herzen eines jeden», sagt Krishna in der Bhagavad Gita. Dennoch plädiere ich für einen Tempelbesuch. 

Ich schaue mir gerne Filme an. Seit dem Internet und den Streamingportalen müssen wir uns nur noch vor dem Computer setzen. Ich bevorzuge jedoch den Gang zum Kino. Grössere Leinwand mit tollen Bildern und eine tolle Geräuschkulisse dank einer guten Soundanlage sind die Pluspunkte. Zudem macht der Kinobesuch mehr Spass, wenn man zusammen lachen und weinen, zusammen staunen und geniessen kann. 

Ähnlich im Fussballstadion. In der Corona-Pandemie war es eindrücklich. Wir konnten das Spiel zu Hause am TV nachverfolgen, im Stadion fehlten jedoch die Zuschauer. Das Fussballspiel war trist. Ohne Stimmung von den Rängen stimmte es nicht. Ich bin froh, dass ich mein Lieblingsteam vor Ort lautstark mit Gesängen unterstützen kann. 

Gemeinsam singen

Man kann alleine beten, was man häufig auch macht. Aber zusammen beten, in einem Tempel, hat seinen besonderen Charme. Im Srimad Bhagavatam heisst es gar: 

nāma-saṅkīrtanaṁ yasya 
sarva-pāpa praṇāśanam 
praṇāmo duḥkha-śamanas 
taṁ namāmi hariṁ param 

12.13.23 

Ich verbeuge mich respektvoll vor Hari, dessen heiliger Name gemeinschaftlich gesungen, alle sündhaften Reaktionen vernichten und das materielle Leiden lindern.  

Ich gehe in den Tempel um Gott zu lobpreisen. Ich gehe auch in den Tempel um mit anderen religiösen Menschen zu singen und den heiligen Namen zu rezitieren. Denn: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude. 

S. D. G.